Snowgoons - Black Snow
Underground Album of the Year 2008
Snowgoons: Black Snow (Cover)
- Artist:Snowgoons
- Title:Black Snow
- Producer:Snowgoons
- Label:Babygrande Records
- Homepage:Website aufrufen
- MySpace:MySpace aufrufen
- E-Mail:E-Mail schreiben
- Release:25. Juli 2008
- Rating:4.5
HipHop ist tot. Vinyl wird praktisch nicht mehr produziert; GangStarr, Little Brother, Wu Tang, Non Phixion & Co sind Vergangenheit; Alchemist, Dilated und Konsorten haben schon wesentliche bessere Zeiten erlebt; Nas sündigt mit dem komischen Salamideppen anstelle eine niveauvolle Primo Kollaboration abzuliefern; Deutschrap ist weiterhin ein absolutes Nullum und bietet rein gar nichts mehr hörbares.
Welcher der oben genannten Fakten ist fehlerhaft? Letzterer! Aus der einen Hälfte des besten Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschland, Baden Württemberg, dem Land der Gelbfüssler, Baden, genauer gesagt Karlsruhe, hat sich DJ Illegal mit Det, Thor und DJ Waxwork zusammengetan und als Snowgoons firmiert. Schon mit dem 2007er Debut "German Lugers" konnte die Bande einen gelungenen Longplayer offerieren, doch was ab dem 25. Juli nun auch hierzulande über Babygrande in Form von "Black Snow" erhältlich ist, stellt alles andere erdenkliche gehörig in den Schatten.
Schon die Features in Form von Defari, Killah Priest, Smif-N-Wessun, ILL Bill (Non Phixion & La Coka Nostra), Outerspace, C-Rayz Walz, R.A. The Rugged Man, Apathy, Edo G., Doap Nixon, Reef The Lost Cauze, Sick Jacken, Rasul Allah (Lost Children of Babylon), Scheme (The Molemen), Main Flow, El Da Sensei, Block McCloud, Pace Won, Slaine und vielen mehr lassen erahnen, was den hoffenden Hörer auf den folgenden 21 Tracks erwartet: Astreiner Hardcore, eastcoast geprägter US Underground Rap allererster Güteklasse, auf dem kaum jemand fehlt, der momentan Rang und Name hat und die taugende Szene repräsentiert.
Die Snowgoons ziehen ganz klar die etwas härtere Gangart vor, gehörig bretternde Drums und häufig orchestrale Samples prägen das musikalische Bild, das hin und wieder an einen Stoupe in Topform erinnert. Wüsste man nicht, dass es nicht so ist, könnten man letzteren nämlich hinter Tracks wie "This is where the fun stops", "Starlight" oder auch "The Hatred" und "Serve Justice" ohne weiteres als Übeltäter vermuten - Jedi Mind Fans der ersten Stunde jedenfalls werden sich bei den genannten Tracks wie in eine bessere Welt versetzt fühlen.
Was bleibt hier groß noch zu schreiben: Illegal & Co gelingt es, 21 abwechslungsreiche Brecher abzuliefern, die wie die Faust aufs Auge perfekt auf die Beteiligten Mic Akrobaten abgestimmt sind und in den Kollaborationen mit Ill Bill, Rugged Man, Reef the Lost Cauze, Killah Priest und Edo G ihre absoluten Höhepunkte erleben.
HipHop atmet durch und erlebt mit "Black Snow" mit das Beste, was Real Underground HipHop in den letzten Monaten erlebt hat.
Anspieltipps: "Black Snow", "Hold Up", "This is where the fun stops", "Raining", "The Hatred"
Fazit: Nach langer, langer Zeit mal wieder ein echtes Klasse HipHop Album mit Klassikerambitionen. Heimspielbonus hin oder her - die Snowgoons liefern mit "Black Snow" ein grandios kurzweiliges, an keiner Stelle enttäuschendes Hardcore Underground Album mit zahlreichen 100%igen Krachern. Herzlichen Glückwunsch zu diesem zeitlosen Werk!
(c) Geschrieben von René Uehlin
So So...
Nein, leider nicht
Zu Frage 2:
Ja, mehrfach.
Zu den sonstigen Anmerkungen:
Nenn mir ein Album dieses Jahres, das besser als dieses hier ist. Die Features sind hammer, und die Produktionen ebenso - ich finde überhaupt nicht, dass sich da alles ähnelt, im Gegenteil, das Ding rotiert richtig schön durch.
Die einzige Kritik die ich durchgehen lassen würde ist, dass es teils ein wenig arg nach Stoupe & Co klingt. Das wars aber schon.
Ich habe bis heute keinen Ausreißer nach unten bei den 21 Tracks festgestellt, und was das mit Raptile und Cronite zu tun haben soll, erschließt sich mir bis jetzt auch nicht.
Aber wenn alle die gleiche Meinung hätten, wärs ja langweilig ;)
pce
Snowgoons ist genau mein Ding
Geschmackssache ist sicherlich auch die sporadisch auftretenden Verweise der Rapper auf die deutsche Herkunft der Snowgoons. Das passt nicht immer in die Reimstruktur. Aber ansonsten, erste Sahne. Den Erstling fand ich schon sehr gut, aber hier stimmt fast alles. Versucht Eure letzten Euros zusammen zu kratzen, damit es einen Nachfolger geben kann.
Übrigens darf man ja nicht vergessen, dass Illmatic, Cuban linx, Mobb u.ä. seinerseits ja auch nicht direkt zum Klaasikerstatus gekrönt wurden - der Impact kommt grundsätzlich später - das nur nebenbei.
Und Jackson, mit der Fakts One LP hast du dich vertan, "Long Range" ist lediglich eine Zusammenschau aus sehr alten Tracks, die man ausnahmslos schon kennt. Nicht eine einzige neue Produktion drauf, überhaupt von einem neuen Album zu sprechen ist schon fragwürdig, genau genommen ist es eine compilation/sampler.
Reks "Grey Hairs" dürft ihr noch unter die Lupe nehmen - net schlecht herr specht - obligatorischer Primo Banger, ein Large Pro Kracher, aber die gewisse Prise Muskat fehlt, was an den größtenteils schwankenden Produktionen seitens Selektah's lag.
Also was steht noch an, um diesem Werk noch den Rang abzulaufen? Da sieht es rosiger aus wie die Einleitung des Reviews, ich geb mal Anregungen:
Neues Politics vom Term (How we Rock schon mal sehr leckrer grime banger), GZA, Blaq Poet (Blaq Print EP; The Best who never did it), Teflon's Contraband, die KRS und Buckshot Kombo, Madlib's King of the Wigflip im September, Foxxx's Amerikkkan Black Man (ja, diesmal der "echte" retail release, kein leak), Pro's & Cons von den NYGZ, Cormega mit Inevitable, El Che von Rhymefest, Big Shug's "otherside of the game", The Revival und Street Hop von Royce, der gute ALC haut auch noch was raus, ach ja, planet asia vs muggs,.. ach blabla, gibt scho noch leckerbissen, abwarten ;O

